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2010

08.01.2010 - Bratwurst mit Grünkohl

Metzgermeister Josef

Der erste Kochabend im Jahr 2010 war direkt ein echter Knaller. Alleine der Besuch in Josefs Schlachthaus und die Herstellung der ersten La Baraque-Bratwurst waren sehr erlebnisreiche Ereignisse. Die Rote Bete Suppe und der selbstgekochte Grünkohl nach altem Familienrezept bildeten an diesem Abend dann die weiteren Highlights.

Im über 100 Jahre alten Schlachthaus entbeinte Josef meisterlich die äußerst frische Schweineschulter, die danach durch den Fleischwolf gedreht wurde. Gewürzt mit Eiern, Salz, Pfeffer und Muskat entstand unter den knetenden Händen von Axel der Fleischbrei für

die erste La Baraque-Bratwurst. Mit ordentlich Druck wurde der Brei anschließend in den echten Darm gejagt. Frank und Thomas formten aus der meterlangen Wurst handliche und grilltaugliche Bratwürste.

Wieder zurück in La Baraque bereitete Thomas dann den Grünkohl nach alten Familienrezept zu, während Christoph die Rote Bete-Suppe mit Blätterteig-Garnelen als Zwischenmahlzeit servierte. Nachdem Axel und Olaf den Grill bei -5° angeheizt hatten, die Bratwurst gegrillt war und die Drillings-Kartoffeln in Walnussöl und Zuker im Ofen fertig gegart waren, konnte endlich gegessen werden. Was für ein Fest!

Video-Eindrücke aus dem Schlachthaus

02.02.2010 - Düsseldorfer Senfrostbraten

Oft gesehen, nie getrunken

Ein Abend ganz im Düsseldorfer Stil. Begleitet mit frischem Füchschen vom Fass und leckerem Killepitsch bereiteten Martin und Klaus den Düsseldorfer Abend vor. Als Vorspeise kam dabei natürlich nur das rheinische Nationalgericht Himmel unn Ääd in Frage. Jedoch wurden die Kartoffelrösti mit einer eingelegten Blutwurstscheibe deutlich saftiger und schmackhafter als normal. Und auch

die Äpfel wurden durch Senf und grünen Pfeffer derart verfeinert, dass wir denken, das uralte Rezept deutlich verbessert zu haben. Zum darauf folgenden, äußert würzigen Senfrostbraten wurden Bratkartoffeln mit Böhnchen gereicht. Ein weiteres Highlight bildete der im Wasserdampf gegarte Mohnkuchen aus der steinzeitlichen Alu-Form. Die gezuckerten Kirschen ergänzten den Kuchen perfekt.

02.03.2010 - Lammcurry aus Bhutan

Da haben die beiden Gastköche aus Bhutan aber sämtliche regionalen Spezialitäten ausgepackt, die die bhutanesische Küche zu bieten hat. Exzellente Hühnchenspießchen, frittiert in feinstem bhutanesichen Hochlandöl, wurden zu Beginn mit einer sehr würzigen Chili-Marinade auf Salat gereicht. Außen schön kross und innen super zart. In der Zwischenzeit garte das Lammcurrry mit vielen Gewürzen,

reifen Tomaten und etwas Kokosmilch in der Pfanne. Das Rezept dazu findet ihr hier. Mit warmen Teig-Fladen, etwas Bulgur und einem leckeren Minz-Yoghurt kam es dann auf den Tisch. Den Abschluß bildeten in Bierteig gebackene Bananen. Und hätten die Bhutanesen nicht soviel Füchschen getrunken, hätten sie auch pünktlich ihren Flieger erreicht.

06.04.2010 - der glühende Wok

Alles wird gut - wenn's denn nur heiß genug ist. Unter diesem Motto heizten Uli und Klaus dem Wok mächtig ein. Die darin gebratenen Mini-Frühlingsröllchen waren jedenfalls in Rekordzeit knusprig gegart und wurden mit Sambal Oelek sowie Soja-Sauce als erster Happen gereicht. Auch die Garnelenschwänze in Kokosmilch mit Zitronengras und Zitronenblättern ließen nicht lange auf sich warten. Spannend wurde es dann nochmal, als die rote Curry-Paste Bekanntschaft mit dem glühenden

Wok machte. Das trieb einige unserer Köche dann doch an die frische Luft. Das darin gegarte Schweinefilet war allerdings ein Gedicht an Würze und Durchschlagskraft. Gott sei Dank hatten wir ausreichend TsingTao gebunkert. Dann näherten wir uns dem Höhepunkt des Abend, dem Nachtisch. Liebevoll von Hand geschnitten und raffiniert angerichtet - feinste Ananas-Stücke. Hut ab Jungs, das war ein wirklich neues Koch-Niveau in Sachen Nachtisch.

11.05.2010 - Kochen wie die alten Römer

In La Baraque lebte die römische Küche auf: die Rezepte des Römers Marcus Gavius Apicius bescherten einige Überraschungen im positivsten Sinne. Josef bereitet als erste Vorspeise GVSTVM DE PRAECOQUIIS - Aprikosenvorspeise zu. Die Süße der Aprikosen bildete einen super Kontrast zu der Würze und Schärfe der Minz-Pfeffersauce. Der nächste Zwischengang wurde von Axel serviert: Esica amulata aliter - Hühnerfrikassee. Das Frikassee war eine echte kulinarische Bereicherung. Eigentlich relativ simpel in der Zubereitung und äußert lecker. Die verschiedenen Gewürzsaucen

und Kräuter sorgten dabei wieder für ungewohnte Geschmackserlebnisse. Den Hauptgang bildeten Conchiclatus Pullus - gefüllte Poularden aus dem Ofen. Sehr zart und mit einer feinen Würze. Dazu wurde gesüßter Wein gerreicht, der aber bald gegen modernes Füchschen getauscht wurde. Die Nachspeise bildeten gezuckerte Pfannkuchen mit Pfirsichen. Hut ab vor den Kochkünsten der alten Römer.

Di boni, quantumhominum unus venter exercet!
Gute Götter, wieviel Menschen hält ein einziger Bauch in Trab!
(Seneca)

01.06.2010 - Marokkanische Tagine

Frank brachte an diesem Abend einen Hauch von orientalischer Küche in La Baraque. Bevor jedoch Kreuzkümmel, Kichererbsen und Koriander in den Topf kamen, servierte er als Vorspeise einen exzellenten Seeteufel in der Folie gegart. Das mitgegarte Gemüse, die Kräuter und der Speck machten die Päckchen zu echten Aromabomben aus dem Ofen. Darauf folgte die geniale Marokkanische Hühnchen-Tagine. Ein Mix aus frischem Gemüse, leckerem Hühnchen-Fleisch, orientalischen Gewürzen und duftenden Kräutern. In der Zwischenzeit bereitete Christoph die eher klassische Nachspeise vor: frisch eingekochtes Rhabarbermus (mit viel Zucker!) auf Vanillepudding.

20.07.2010 - Grillen am See

Zum zweiten mal fand am Unterbacher See ein Ruderkochen statt. Die mutigsten Köche enterten den Doppelzweiter mit Steuermann und legten ohne Zwischenfälle eine neue Bestzeit auf den See. Danch hatten sich alle die Curry-Wurst vom Grill mit überbackenen Höhlenkäse-Kartoffeln verdient. Zum Abschluß kam die gegrillte Ananas mit Vanille-Vla und Kokosflocken auf den Tisch.

07.09.2010 - keltisches Saltimbocca

Axel interpretierte die keltische Küche auf seine ganz eigene Weise. Zum Start gab es einen extrem leckeren, warmen Salat. Garnelen wurden mit Cocktail-Tomaten, roten Zwiebeln und Thymian vermischt , leicht mit Balsamico und Olivenöl beträufelt sowie mit Salz & Pfeffer gewürzt und ca. 20 Minuten im Backofen abgedeckt gegart. Serviert mit frischen Blattsalaten ein echter Genuss. Dann wurde es Zeit für das "keltische" Saltimbocca. Die Mischung aus Frischkäse, getrockneten Tomate, frischem Salbei und Schinken gaben den Hühnerbrüsten mindestens ebensoviel Geschmack, wie die unschlagbare Sauce aus guter Butter, reichlich Sahne und einer ganzen Flasche Weißwein. Ein ganz ein leichtes Gericht;-). Josef rundete den Abend mit Amarettinis auf einem Sahnebett, verfeinert mit Apfelmus und veredelt mit Eierlikör ab. Mann, die Kelten konnten aber kochen!

05.10.2010 - griechische Versuchung

Eins ist ja mal ganz klar, wenn man an die griechische Küche denkt - keine Hauptgerichte! Die vielfältigen Speisen, die Thomas und Christoph so authentisch (gr. αυθεντικός) wie möglich zubereiteten, kamen alle gleichzeitig auf die große Tafel: σαγανάκι, χωριάτικη σαλάτα, μελιτζάνα σαλάτα, αρνίσια μπριζόλα, πατάτα, τζατζίκι sowie σφολιάτα κέικ. Oder übersetzt: gebratener Saganaki-Käse, handgemachter Auberginen-Salat aus intensiv gegrillten Auberginen und Zwiebeln, gehaltvolles Zaziki mit griechischem Joghurt und knackiger Gurke, knusprigen Lammchops vom Grill, frischer Bauernsalat mit Feta und Feigensenf-Dressing sowie einer Weißwein-Blätterteig-Tarte mit Zimt-Apfel und Vanilleeis.

02.11.2010 - Gänsebrust im Ofen

Jetzt musste der neue Ofen zeigen, was er drauf hat. 3 pralle Gänsebrüste brieten gute 2 Stunden im heißen Ofen. Doch bevor sie serviert wurden, gab es zum Start ein exzellente rote Bete-Suppe von Klaus, verfeinert mit leckeren Piroggen aus Polen. Währenddessen bereitete Josef die handgemachten Kartoffelknödel sowie den selbstgemachten Rotkohl zu. Dazu wurde eine leckere Sauce mit Spekulatiuseinlage gereicht. Zum Nachtisch kamen dann mit Marzipan, Pinienkernen und Rosinen gefüllte Bratapfelspiralen auf den Tisch. Das war unser vorgezogenes Weihnachtsessen in La Baraque.

07.12.2010 - mongolischer Feuertopf

Will man im mongolischen Feuertopf für 8 ausgehungerte Männer köcheln, dann sind erst ein paar Fragen zur Infrastruktur zu klären. Der Spezialtisch mit Feueröffnung in der Mitte, in der der Wok passgenau angeheizt werden kann, ist die Lösung. Thomas und Frank tischten dann auch gnadenlos auf, was die mongolische Steppe so hergab. Mit leckeren Dim Sum aus dem Bambusdämpfer starteten wir den Abend. Währendessen köchelte die selbsgemachte Hühnerbrühe im Wok. Einige konnten sich nicht bremsen und garten die ersten Rindfleischstreifen mit Baby-Pok Choi. Vorspeise und Hauptgericht vermischten sich so auf interessante Art und Weise. Lauchstreifen, Garnelen, verschiedene Pilze sowie tolle Chutneys und würzige Saucen, wie die hervorragende Hoisin-Sauce, rundeten das Feuertopferlebnis ab. Zum Abschuss gab es dann einen Schluck Brühe, versetzt mit Sherry. Super!

PS. Musikalisch passen zu einem solchen Essen übrigens die Gorrillaz ganz hervorragend!